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Testamentsvollstreckung

Warum eine Testamentsvollstreckung?

In vielerlei Hinsicht kann es sehr vorteilhaft sein, einen Testamentsvollstrecker zur Umsetzung des letzten Willens einzusetzen.

Am Häufigsten werden wir aus folgenden Gründen in Anspruch genommen:

  • die Familie ist zerstritten, ein Erbe wäre auseinander zu setzen
  • der Nachlass besteht aus Immobilien und verschiedenen anderen werthaltigen Einzelheiten, die auseinander zu setzen sind
  • ein möglicher Erbe ist behindert oder bedürftig und bezieht Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch
  • es sind Nachkommen aus verschiedenen Beziehungen, ehelich und eventuell nicht-ehelich vorhanden
  • Haustiere sollen versorgt werden, eine bestimmte Form der Grabpflege, Bestattung...
  • Vermächtnisse und Auflagen sollen an das Erbe geknüpft sein
  • Minderjährige Erben sollen geschützt werden
  • Pflichtteile müssen bedient werden
  • nahe Angehörige fehlen, sind nicht bekannt oder es besteht kein Kontakt

 

 

Als Testamentsvollstrecker sind wir dem Willen des Erblassers verpflichtet, für die ordnungsgemäße Verwaltung und Umsetzung seines Willens haften wir. Aufgrund unserer zusätzlichen Ausbildung in der Mediation können wir auch schwierige Erbangelegenheiten häufig im Einvernehmen lösen.

Wir finden in der Regel Wege, mit allen Beteiligten eine vertrauensvolle Basis zu erarbeiten, die es uns dann auch ermöglicht, effizient und sauber dem Willen des Erblassers Geltung zu verschaffen und dabei auf die Mitwirkung der Erben bauen zu können. Wir sind neutral, gehören keiner Clique an und haben vor allem kein eigenes Interesse am Nachlass. So können uns auch die zerstrittendsten Familienmitglieder vertrauen und eine von uns entwickelte Lösung ohne Misstrauen annehmen.

Im Jahre 2017 ist Rechtsanwältin Steguweit-Behrenbeck als Testamentsvollstreckerin zertifiziert worden, nachdem der Wunsch der Übernahme der Testamentsvollstreckung im Rahmen der Testamentsgestaltungsberatung immer öfter geäußert wurde.

Wer soll denn sonst überprüfen, dass es dem Hund wirklich gut geht und er versorgt ist? Die Grabpflege weisungsgemäß auch erledigt wird? Das Vermächtnis ausgezahlt wird? Der "verlorene Sohn" benachrichtigt wird?

Da gerade bei werthaltigen Nachlässen viele Dinge zu bedenken sind, die den Laien regelmäßig stark in Anspruch nehmen, ist die Bestellung eines fachlich qualifizierten Testamentsvollstreckers oft eine große Entlastung der Erben, gerade in einer Zeit, in der sie emotional noch zusätzlich in Anspruch genommen sind.  Er schützt aber zugleich auch die schwächeren Erben, die deshalb nicht immer minderjährig sein müssen, in der Verteidigung ihrer Rechtsposition, wenn dies dem Erblasser, der dann nicht mehr vermitteln kann, wichtig ist.

Bei Bedürftigkeit und Behinderung des Erben wird der Testamentsberater zum Vermögensschutz der Erben darauf drängen, dass ein Testamentsvollstrecker bestellt wird. So können Sie über den Tod hinaus den betroffenen Erben noch versorgen, ohne dass er seinen Anspruch auf staatliche Leistungen verliert. Eine Gestaltungsmöglichkeit des Erbrechtes, die das Leben des Erben ein bisschen besser macht.

Sie sollten zu Lebzeiten mit Ihrem Testamentsvollstrecker Kontakt aufnehmen. Im persönlichen Kontakt lernt er Sie kennen und versteht Ihre Überlegungen. So kann er auch bei unvorhergesehenen Zweifelsfällen nach einer Lösung suchen, die Ihrem mutmaßlichen Willen am besten entspricht. 

Auch die Vergütung des Testamentsvollstreckers können sie mit ihm klären. Diese wird aus dem Nachlass bezahlt und richtet sich nach dem Aufwand und der getroffenen Vereinbarung. Die Einzelheiten dazu sind üblicherweise ebenso wie die Anordnung der Testamentsvollstreckung im Testament verfügt.