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Sorgerecht und Umgang

Im Rahmen einer Trennung werden Sie sich mit dem anderen Elternteil über die Frage verständigen müssen, wie in Zukunft die Angelegenheiten der Kinder wahrgenommen werden, wann wer Umgang hat und welche Erziehungsziele Sie gemeinsam für die Kinder haben.

Unabhängig von Ihrer Trennung sind und bleiben Sie die einzigen Eltern, die Ihre Kinder haben. Auch wenn später Lebensgefährten auf der ein oder anderen Seite hinzutreten, so können diese zwar wichtige Funktionen einnehmen, aber nicht den leiblichen Elternteil ersetzen.

Ihre Kinder wollen nicht hören, dass der jeweils  andere Elternteil ein Versager ist, ein Spinner,  oder nicht ganz dicht.

Es ist für Ihre Kinder wahrscheinlich schon schwierig genug, die Eltern in Trennung zu sehen, obwohl man klar sagen muss, dass das sicher immer noch besser ist, als Eltern, die im Streit liegen, sich anschreien oder Schlimmeres.

Kinder können nicht einschätzen, was ein lauter Streit der Erwachsenen bedeutet und entwickeln an Ihrem Beispiel, wie man Konflikte löst.

Nehmen Sie im Interesse Ihrer Kinder Ihre Verantwortung wahr und helfen Sie ihnen, zu verstehen, dass menschliche Beziehungen scheitern können, damit aber nicht jeder Anstand verloren gehen muss. 

Egal, was Sie für eine Meinung zu Ihrem Expartner haben, besprechen Sie diese mit Ihrer besten Freundin/Freund und bleiben Sie in Anwesenheit Ihrer Kinder respektvoll und kooperativ.

Das sind auch bereits die Voraussetzungen, die ein gemeinsames Sorgerecht erfolgreich machen.

Ist eine geordnete Kommunikation zwischen den Eltern nicht möglich, ist das Gericht oft wenig geneigt, ein gemeinsames Sorgerecht bestehen zu lassen oder einzurichten, wenn noch keines besteht.

Leider wird an dieser Stelle viel Unheil angerichtet, weil Eltern oder Elternteile das Sorgerecht als Machtposition gebrauchen und so ihre Kinder zu Werkzeugen im Rosenkrieg machen.

So sehr wir auch verstehen, dass manchmal Wut und Ohnmacht die bestimmenden Gefühle sind: widerstehen Sie der Versuchung, an dieser  Stelle auszugleichen, was Sie vermeintlich anderswo verloren haben. Da finden wir gemeinsam bessere Lösungen!


Bestimmt kennen Sie den Spruch: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben..


Ja, machmal haben wir den besten Willen, aber der andere eben nicht und dann bleibt uns nichts anderes übrig, als gerichtliche Hilfe zu suchen.


Oft treten  auf einer, oder beiden Seiten neue Partner hinzu und was eben noch unproblematisch war, ist plötzlich ein Quell des Dauerstreites.

Auch hier sollten Sie mit kühlem Kopf agieren, auch, wenn Sie verletzt und sauer sind. Ihre Stärke liegt in einer vernünftigen Strategie, wie man auch mit Erwachsenen umgeht, die leider wieder in kindliche Entwicklungsstufen zurückfielen.

Auch in diesem Moment sind Ihre Kinder das Wichtigste!

Also suchen wir nach Lösungen, die Ihre Kinder möglichst nicht belasten und nicht in einen Loyalitätskonflikt werfen, denn das sagt uns unsere Erfahrung nach 30 Jahren: das bekommen Sie zurück!  Ihre Kinder haben auch als Erwachsene noch ein Gefühl dafür, wie Sie die schwierige Lage gemanagt haben.

Unsere Aufgabe ist es, die Frage zu klären, ob ein gemeinsames Sorgerecht noch funktionieren kann, ab wann da im Interesse des Kindeswohles auch Schluss sein muss, wie der Umgang eingerichtet werden kann, damit ein reibungsloser Ablauf garantiert ist.

Aber Wunder kann kein Anwalt und kein Gericht bewirken. Ganz klar muss hier gesagt werden, dass es kaum ein Feld gibt, bei dem das Gelingen massgeblich davon abhängt, dass die Eltern bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, solidarisch weiter für die Kinder da sind, deren Bedürfnisse erkennen und danach handeln können.


Vertrauen Sie sich unserer Erfahrung an, die Lösung liegt im guten Willen aller Beteiligten.

Unsere Aufgabe wird es sein, um diesen guten Willen zu kämpfen! Das gelingt uns, in dem wir verloren gegangenes Vertrauen aufspüren, Verletzungen und Kränkungen versuchen, zu erfassen, und angemessen darauf reagieren.

Jede Lösung, die wir hier einvernehmlich finden, ist besser, als die beste Lösung, die ein Dritter, meistens der Richter/die Richterin für Sie findet.

Denn Ihr Leben müssen Sie leben, besser Sie gestalten es auch selbst!