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Elternunterhalt


Nach dem Gesetz sind sich Verwandte in gerader Linie, also Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel wechselseitig zum Unterhalt verpflichtet, wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen, für den Lebensbedarf Sorge tragen zu können.

Die Unterhaltspflicht und der Unterhaltsanspruch beginnt mit der Geburt und besteht bis auf begründete Ausnahmen in der Regel ein Leben lang fort.


In unserer Zeit, in der auch Frauen berufstätig sind, oft erst spät eigene Kinder geboren werden, die noch viel Aufmerksamkeit benötigen und die Eltern oft weit entfernt wohnen, ist es für viele Familien sehr schwierig, bei gesundheitlichen Einschränkungen der Eltern die Pflege so zu organisieren, dass die Eltern zu Hause bleiben können.

Der Umzug in eine betreuende oder pflegende Einrichtung wird dann unausweichlich.


Oftmals reichen aber die Altersbezüge der Eltern nicht aus, um die Kosten einer solchen Einrichtung zu decken. Wenn keine Vorsorge getroffen wurde, wird zunächst das Vermögen der Eltern zur Deckung der Kosten herangezogen.


Bei annähernd 70% der Betroffenen reicht Rente und Vermögen nicht aus zur Finanzierung der Einrichtung.

In solchen Fällen tritt dann der Landkreis in Vorleistung und verschickt an die Kinder die sogenannte "Überleitanzeige", mit der er die ursprünglichen Unterhaltsansprüche der Eltern den Kindern gegenüber auf sich überleitet.

Diese macht er dann geltend, unabhängig vom Willen der Eltern.

Mit der Überleitanzeige geht den Kindern dann auch die Aufforderung zu, ihre Einkünfte und Ihr Vermögen aufzudecken, damit anhand der Auskünfte der für die Unterbringung zu leistende Betrag errechnet werden kann.


Für die Generation der 50-65 Jährigen, die jetzt zum Elternunterhalt vermehrt herangezogen werden, ist das oft eine große Belastung. Sie sitzen zwischen allen Stühlen und sind die erste Generation, die die Wucht des gesellschaftlichen Umbruchs in voller Härte trifft.

Sie sollen die langen Ausbildungszeiten der Kinder finanzieren, für ihre eigene Rente zusätzlich vorsorgen und die Lasten der älteren Generation länger tragen, als die Generationen davor.  


In dieser Situation stellen sich den Kindern viele Fragen. Was ist eigentlich mein "Einkommen"? Wie werden meine eigenen Kinder berücksichtigt? Mein getrennt lebender Partner? Darf ich meine Rentenversicherung jetzt noch weiter ansparen? Muss mein Mann von seinem Einkommen für meine Eltern zahlen? Müssen wir unser Sparvermögen angreifen? Was für Freibeträge gibt es? u.v.m.

Gern klären wir diese Fragen mit Ihnen. 


Der Fall des Elternunterhaltes ist absehbar und kalkulierbar. Wenn er eintritt, wäre es gut, vorbereitet zu sein. 

Natürlich gibt es Möglichkeiten, Vermögen auch zu schützen. Wichtig ist, sich in "guten Zeiten" Gedanken zu machen und das Notwendige zu veranlassen.

In unserem "Senioren-Servicepaket" finden Sie unter dem Menüpunkt "Die warme Hand und Ihre Vorzüge" einige nützliche Hinweise.

Lassen Sie sich auf Ihren Einzelfall zugeschnitten anwaltlich beraten.    


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